Sonntag, 6. Januar 2008
Konsum und Kinder
Schon jüngere Kinder werden stark von der Werbung beeinflusst, d.h. sie wünschen sich, was als toll dargestellt wird und zum "must have", wie es jetzt heißt, gehört. Mit ihren wirklichen Spielbedürfnissen und Interessen hat das wenig zu tun. Dadurch kann der erfüllte Wunsch nach anfänglicher Freude doch zur Enttäuschung werden. Natürlich möchten Eltern mit dem Spielzeug in erster Linie Freude bereiten. Doch haben wir Erwachsene nicht auch die Verantwortung, uns mit den Wünschen auseinander zu setzen und gegebenenfalls Einfluss zu nehmen, nicht nur wenn es um Schadstoffe geht? Eine Herausforderung der Überflussgesellschaft ist es doch, die wirklichen Bedürfnisse zu erkennen, sich zu informieren und gezielt und bewusst einzukaufen. Dies gilt besonders für den Spielzeugkauf, denn dabei wird Kindern der Umgang mit Konsum direkt vorgelebt. Eltern sollten die Wünsche ihrer Kinder hinterfragen, sich selbst über den Sinn und Zweck des gewünschten Artikels Gedanken machen und gegebenenfalls nach Alternativen Ausschau halten. Wird ein Wunsch nicht erfüllt, muss dies mit dem Kind besprochen und begründet werden. Dann sollten dem Kind aber auch Alternativen angeboten werden. Durch diese Auseinandersetzung erfährt das Kind viel Aufmerksamkeit - mehr, als wenn ein Wunsch schnell erfüllt würde. Es fühlt sich ernst genommen und erhält durch die Eltern Orientierung. Das nach diesem Prozess gekaufte Spielzeug bereitet sicherlich Freude, die auch nach der anfänglichen Beschäftigung damit noch anhält
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